Geld, das zu lange liegen bleibt, wird gefährlich
Die Gemeinnützigkeit ist kein Zustand, sondern eine Dauerprüfung. Und sie hängt an Fristen, die kaum jemand kennt, bis das Finanzamt fragt.
Die Fragen, die sich niemand laut stellt
- „Wir haben 12.000 € auf dem Konto liegen. Ist das ein Problem?“
- „Ab wann wird unser Vereinsheim zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb?“
- „Müssen wir Umsatzsteuer abführen?“
- „Was passiert, wenn wir die Gemeinnützigkeit verlieren?“
Was gilt
Nüchtern, mit Rechtsgrundlage. Wo etwas strittig oder landesabhängig ist, sagen wir es.
Zeitnahe Mittelverwendung: zwei Jahre
Einnahmen müssen bis zum Ende des zweiten Kalenderjahres nach dem Zufluss verwendet werden, sonst müssen sie in eine zulässige Rücklage. Wer Geld einfach liegen lässt, riskiert die Gemeinnützigkeit. Ausnahme: Vereine mit jährlichen Einnahmen bis 45.000 € sind davon befreit.
Vier Sphären, vier Steuerfolgen
Ideeller Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb werden unterschiedlich besteuert. Jede Einnahme und jede Ausgabe muss einer davon zugeordnet werden, das ist die Grundlage der Steuererklärung.
Die 45.000-€-Freigrenze
Bleiben die Bruttoeinnahmen aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unter 45.000 € im Jahr, fällt darauf keine Körperschaft- und Gewerbesteuer an. Wird sie überschritten, ist der gesamte Betrieb steuerpflichtig, nicht nur der übersteigende Teil.
Umsatzsteuer: die Grenze ist neu und tückisch
Kleinunternehmer bleiben Sie, wenn der Vorjahresumsatz 25.000 € netto nicht überstieg und der laufende 100.000 € nicht übersteigt. Wichtig: Wird die 100.000 € unterjährig gerissen, endet die Befreiung sofort, ab genau dem Umsatz, der die Grenze reißt.
Sponsoring: aktiv oder passiv macht 12 % Unterschied
Dulden Sie nur, dass ein Sponsor mit Ihrem Namen wirbt, ist das Vermögensverwaltung, 7 % Umsatzsteuer, ertragsteuerfrei. Werben Sie aktiv für ihn (Bande, Trikot, verlinktes Logo), ist es ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb: 19 % und ertragsteuerpflichtig.
Und was nimmt ClubCoPilot Ihnen ab?
Getrennt nach dem, was heute schon läuft, und dem, woran wir noch arbeiten. Damit Sie es von uns erfahren und nicht erst später merken.
Das läuft heute
- Doppelte Buchführung mit frei konfigurierbaren Konten und Kategorien.
- Automatische Klassifizierung eingehender Kontoumsätze über eigene Regeln.
- Auswertungen und Diagramme für den Kassenbericht.
- Rechnungen außerhalb der Beiträge stellen und wie Beiträge einziehen.
- Zuwendungsbestätigungen nach amtlichem Muster, mit Bescheid-Wächter, der das Ausstellen sperrt, wenn der Freistellungsbescheid zu alt ist.
- Spendenprojekte mit Frist zur zeitnahen Mittelverwendung je Zuflussjahr.
Daran arbeiten wir
- Die Zuordnung jeder Buchung zu einer der vier steuerlichen Sphären.
- Mittelverwendungsrechnung mit Ampel: „Diese 12.400 € aus 2024 müssen bis 31.12.2026 verwendet sein."
- Rücklagenspiegel nach § 62 AO und Live-Überwachung der 45.000-€-Freigrenze.
- Empfang und revisionssichere Archivierung von E-Rechnungen.
Brauchen Sie eines davon dringend? Sagen Sie uns Bescheid. Wir nennen Ihnen, wann es so weit ist.
Zum Vertiefen
Häufige Fragen zu Gemeinnützigkeit
Wir haben Geld angespart. Verlieren wir jetzt die Gemeinnützigkeit?
Nicht automatisch. Sie müssen die Mittel entweder binnen zwei Jahren verwenden oder sie einer zulässigen Rücklage zuführen, etwa einer Wiederbeschaffungs- oder zweckgebundenen Rücklage. Wichtig ist, dass die Zuführung dokumentiert und begründet ist.
Ab wann brauchen wir einen Steuerberater?
Spätestens, wenn Sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb habt, der sich der 45.000-€-Grenze nähert, oder wenn die Umsatzsteuer greift. Bis dahin kommen viele Vereine gut allein zurecht.
Die anderen Bereiche
Lieber einmal in Ruhe durchgehen?
Wir schauen uns Ihre Situation an und sagen Ihnen, wo Sie stehen, ohne Verkaufsgespräch.
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